gewerbegebiet oberursel süd

projekt "innenentwicklung in bestehenden gewerbegebieten"


Das im Frühjahr 2012 durch den Regionalverband gestartete Projekt „Innenentwicklung in bestehenden Gewerbegebieten“ (PIG) arbeitet mit unterschiedlich profilierten Planungsbüros daran, die Standortzufriedenheit der ansässigen Firmen in Gewerbegebieten zu ergründen, Stärken und Schwächen der Gebiete zu erfassen und Handlungsstrategien zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts wird der Dialog zwischen den Gewerbetreibenden, den Grundstückseigentümern und der Stadt angestoßen. Die Gebiete wurden meist in den Sechzigerjahren erschlossen. Seither haben sich Nutzungen und Charakter stark gewandelt. Unternehmen sind abgewandert, Infrastruktur und Bausubstanz sind in die Jahre gekommen. Straßenquerschnitte sind oftmals zu gering für die heutigen Anforderungen des Lieferverkehrs. Wohngebiete sind an das Gewerbe herangerückt oder ehemals durch Firmeninhaber oder Mitarbeiter genutzte Wohnungen werden inzwischen betriebsunabhängig genutzt. Wie können die Wettbewerbschancen der älteren Gewerbegebiete trotz solcher Standortnachteile verbessert werden? Wie können private Eigentümer und Gewerbetreibende dazu motiviert werden, Probleme außerhalb des Einflussbereichs der Kommunen anzugehen und in ihre Immobilien zu investieren? Antworten auf diese Fragen zu finden, liegt zum einen im Interesse der Wirtschaftsförderung, die den in den alten Gebieten nach wie vor vorhandenen Bestand an Gewerbebetrieben pflegen will. Aus planerischer Sicht muss zum anderen mit dem nicht unbegrenzt vermehrbaren Gut der Bauflächen sorgsam umgegangen werden, um den Bedarf an Neuausweisungen einzudämmen und für eine werthaltige Nutzung der bereits erschlossenen Flächen zu sorgen. 

Ausschnitt aus der Pressemitteilung vom 11. April 2014:

Der hohe Parkdruck (in dem Gebiet) könnte beispielsweise mittels eines Mobilitätsmanagements gesenkt werden. Gedacht ist dabei an Mobilitätspunkte, an denen verschiedene Verkehrsträger wie öffenticher Personenverkehr, Carsharing, E-Bike-Stationen und andere verknüpft werden. Eine weitere Idee ist, die Fußwege zu den Haltestellen des öffentlichen Personenverkehrs zu verbessern. (...) "Außerdem müssen wir wieder viel stärker den Urselbach hervorheben. Auch der verbessert die Lebensqualität um ein Stück", sagt (Bürgermeister) Brum." 

 

➔ Regionalverband FrankfurtRheinMain

leistung

analyse, aktivierungsstrategie, partizipation

status

in bearbeitung 

auftraggeber       

regionalverband frankfurtrheinmain

standort

oberursel

zeitraum

januar 2014 - juli 2014

team

jan schulz, katharina wagner

verantw. partner/in

jan schulz